Auf den ersten Blick wirkt der Debütroman von Madeline Cash wie das Porträt einer spießigen amerikanischen Vorstadtfamilie: Mutter, Vater, drei Töchter. Sonntags Kirche, pubertäre Rebellionen, Ehekrise — vielleicht können sich Familien also doch in ihrem Unglück gleichen? Bis sich die Wege der Familie Flynn mit immer skurrileren Figuren kreuzen. Spätestens mit dem Auftritt der dubiosen Selbsthilfegruppe »Verlorene Schäfchen«, einer fundamentalistischen Online-Bekanntschaft, dem »Kriegsverbrecher-Wes« und dem verschwörerischen Tech-Milliardär Paul Alabaster wird klar: Dieser maximalistische Roman ist alles andere als spießig! Teils Gaunerkomödie, teils Kultursatire, teils Familiendrama — das gefiel nicht nur den US-Indie-Bestsellerlisten, sondern auch dem Literarischen Quartett. Salon-Moderatorin Zoë Lecht fragt den Rising Star nach schwarzen Schafen und nach dem Zustand der amerikanischen Bürgerfamilie. Eintritt: 12/6 €
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