›Gehaichnis‹ (Hunsrücker Platt): Gefühl von Heimat und Geborgenheit

Shida Bazyar (Autorin) | Mo | 2.11.2026 | 20 Uhr | Conti-Foyer

© T. Treichel

Kein Dorf ist unschuldig — und ein deutsches Dorf erst recht nicht. In der Chronik von Heimesbach im Hunsrück lassen sich viele Bruchstücke und Widersprüche der letzten 90 Jahre deutscher Geschichte finden: Vertriebene und entrechtete jüdische Familien, NS-Profiteure, die nur unschuldige Mitläufer gewesen sein wollen. Aber eben auch — sehr viel später — die Familien Sharifi und Karimpour, die aus dem Iran flohen, um in Heimesbach genau das zu finden, was der Name verspricht. Shida Bazyars Erstling Nachts ist es leise in Teheran stand auf der Shortlist des International Booker Prize, der zweite Roman Drei Kameradinnen wurde just verfilmt und kommt im November in die Kinos. Die Lücken ist ihr dritter Roman, und er verspricht, episch zu werden. Gemeinsam mit Salon-Moderatorin Mariel Reichard lässt Shida Bazyar einen kleinen Ort ganz groß werden und testet sein Fundament auf Tragfähigkeit, Belastbarkeit und: die entscheidenden Lücken.​ Eintritt: 12/6 €

Literaturhochhaus