Warum Armut in Deutschland gewollt ist

Sarah-Lee Heinrich (Aktivistin), Christian Baron (Schriftsteller) | Mo | 17.1.2022, 20 Uhr | Conti-Foyer

Fällt der Begriff »Klasse« oder gar «Klassenkampf« denkt man schnell an Marx und die Ausgabe des Kapitals, das beim Onkel verstaubt im Regal steht. Klasse – das hat nichts mit der Gegenwart zu tun. Oder? Christian Baron hat in seinem Buch Ein Mann seiner Klasse aufgeschrieben, was es bedeutet, in einem reichen Land in Armut aufzuwachsen. In Klasse und Kampf vertieft er diese Erfahrung gemeinsam mit 13 anderen Autor:innen und kommt zu dem Schluss: Soziale Klassen – die gibt es immer noch! Dass individuelles Bemühen nicht ausreicht, um es »zu etwas zu bringen«, sieht auch Sarah-Lee Heinrich so. Sie ist in Armut aufgewachsen und kämpft auf politischer Ebene für eine gerechte Gesellschaft, in der die Grundbedürfnisse aller abgedeckt sind. Was sich dafür verändern muss und welchen Beitrag Literatur leisten kann – darüber kommen eine Aktivistin und ein Schriftsteller mit Salon-Moderatorin Mariel Reichard ins Gespräch.

Eintritt 10/6 €

Spielfeld Gesellschaft